Im Labyrinth
... verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotauros
Im Labyrinth begegnet man sich selbst
Hermann Kern, Labyrinthe
Labyrinthe sind Abbild des menschlichen Lebensweges mit seinen oft unerwarteten Wendungen. Der Weg zur Mitte symbolisiert den Weg in unsere Tiefe, zum Urgrund unserer Seele.
Labyrinthe sind eins der ältesten Menschheitssymbole und hatten ursprünglich ihren festen Platz im spirituellen Ritus der jeweiligen Gemeinschaft. In und um das Labyrinth herum fanden Zeremonien (z. B. Initiationen), Feste und Feiern mit Spiel und Tanz statt.
Ab dem 4. Jahrhundert hielten Labyrinthe Einzug in christliche Kirchen. Als Buß-, Pilger- oder Meditationsweg verstanden, befanden sie sich zumeist im Eingangsbereich vieler Kirchen. Das wohl bekannteste ist das Labyrinth in der Kathedrale von Chartre.
Labyrinthe haben nur einen Eingang. Innerhalb einer äußeren Begrenzung (klassisch: Kreis oder Quadrat) läuft ein mäandernder, sich immer wieder wendender Weg ohne Kreuzungen und Abzweigungen zur Mitte. Nur auf demselben Weg kann das Labyrinth wieder verlassen werden. Es muss sich dabei nicht um eine geometrische Figur handeln.
Ein Labyrinth zu bauen heißt, phantasievoll kreativ, planerisch und handfest zupackend einen Ort zu gestalten, einen begehbaren spirituellen Raum zu schaffen.
Am Margarethenhof bei Bad Malente hat uns der Landwirt David Wilkens ein Stück Weideland (Pachtland der Kirchengemeinde Malente) überlassen. Es liegt in einer Mulde am Rande eines kleinen Buchenhains. Vom Bahnhof aus ist dieser Ort gut über einen Wanderweg zu erreichen.
Wir führen gemeinsam für und mit euch ein Ritual für eure Gruppe am Labyrinth in Malente durch. Oder bauen ein Labyrinth an einem Ort eurer Wahl, z.B. aus Sägespänen, Kerzen, o.ä. und führen dort ein selbstgestaltetes Ritual mit euch durch.
(Kosten auf Anfrage)